NetWork.21 Newsletter
Ausgabe 4

7. Januar 2008

projekt-network21.com

Die Themen des vierten NetWork.21 Newsletters:

NetWork.21 geht in die zweite Phase
Ein kurzer Überblick zum Projekt-Stand

"Habe den Eingangstest bestanden"
Erste Bilanztagung des Projekts NetWork.21

Advent mit NetWork.21
Projekt geht in seine zweite Phase

Schon fast freundschaftlich
Gedanken im Zug

Ratgeber mit dem Blick von außen
Der Beirat hat sich konstituiert

Werkstatt "Zivilgesellschaft"
Erstmals offene Denkfabrik im Projekt

Internationale Teams im globalen Dorf
NetWork.21-Seminar zur UNO in Bonn

Eine Kerngruppe des Projekts
Der Arbeitskreis wächst stetig

Kritischer Blick hinter die Kulissen
NetWork.21-Teilnehmerinnen auf der Jugendmesse YOU Berlin 2007

Information oder Kommunikation im Netz?
Die Internetforen von Network.21

Bekanntheitsgrad gestiegen
NetWork.21 in den Medien

Termine

 

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NetWork.21 geht in die zweite Phase

Ein kurzer Überblick zum Projekt-Stand

Während die Mentoring-Tandems von 2007 im Oktober Bilanz zogen (s. Bericht "Habe den Eingangstest bestanden"), gingen schon die Bewerbungen für die zweite Projektphase ein. Ausschreibungen in der Zeit, den Jungen Karriere und in diversen Internet-Foren sowie ein ausgeweitetes Direkt-Mailing und die Medien-Resonanz (s. dazu Bericht "Bekanntheitsgrad gestiegen") sorgten dafür, dass sich deutlich mehr Mentees auf die 21 zu vergebenden Plätze bewarben als im vergangenen Jahr: Insgesamt waren es 75, davon 63 Frauen und 12 Männer. Weiterhin geradezu überwältigend ist das Interesse von Mentorinnen und Mentoren: 116 bewarben sich insgesamt für das ehrenamtliche Engagement im Projektjahr 2008 oder schon für 2009, die meisten von ihnen zum ersten Mal. 46 erneuerten auf Nachfrage ihre Bewerbung vom Vorjahr.

Schwierige Auswahl

Die große Resonanz auf unsere Ausschreibung machte dem Projektteam die Auswahl nicht leicht: Zunächst wurden die 21 Mentees bestimmt. Kriterium der Entscheidung waren dabei keine Abschlussnoten, sondern die tatsächlich im kommenden Jahr zu erwartende Berufs-Orientierungsphase und die Nähe zum Anliegen des Projekts, ein geschlechtergerechtes Leben und Arbeiten in der transkulturellen Gesellschaft zu fördern. Außerdem sollten wieder mindestens die Hälfte aller Mentees einen Migrationshintergrund haben. Anschließend wurden die Mentorinnen ausgesucht, und zwar je zwei pro Mentee: Sie sollten von ihrer Berufserfahrung und ihren Interessen her zu ihrer/ihrem Mentee passen (ohne dass "Gleichheit" angestrebt wurde) und möglichst nicht in einer ganz anderen Ecke der Republik leben. Zwischen den zwei anonymisierten MentorInnen-Profilen konnte dann jede/r Mentee seine Wahl treffen.

Von der Einführung zum Vertrag

Die beiden ersten Wochenenden im Dezember waren dann der Einführung zunächst der Mentees und dann der MentorInnen in das Projekt und in ihre neue Rolle gewidmet (s. Bericht "Advent mit NetWork.21"). Das Projektteam erlebte, wie die vorangegangene Auswahl Spannung und Vorfreude schon angefacht hatten. Die meisten Tandems nahmen schon in diesen Wochen einen ersten Kontakt zueinander auf. Sie haben nun bis zum 26. Januar Zeit, sich "informell" kennen zu lernen und Ziele für ihr Mentoring auszuloten. Dann findet in Bensberg die Auftakt-Veranstaltung zur zweiten Mentoringphase statt. Dabei werden die Tandems formelle Vereinbarungen miteinander schließen, die es dann wieder bis Oktober mit Leben zu füllen gilt.

(Autor: Gregor Taxacher)

 

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"Habe den Eingangstest bestanden"

Erste Bilanztagung des Projekts NetWork.21

"Juhuuu, habe den Eingangstest bestanden....!" So lautete die SMS einer Mentee an ihre Mentorin. Sie war eine der Highlight-Erinnerungen aus dem ersten Mentoringzyklus, die während der Bilanztagung am 27. und 28. Oktober in Bensberg ausgetauscht wurden.

Es gab noch manch andere Erfolgsmeldung aus diesen 8 Monaten zu berichten. Aber neben dem persönlichen Fortkommen der Mentees, unterstützt durch ihre Mentorinnen und Mentoren, zeigte NetWork.21 seine Stärke nicht nur als ein individuelles Karriereinstrument. Beziehungen sind gewachsen, gesellschaftliche Wirklichkeit bildete sich "im Kleinen" im Projekt ab, umgekehrt wurden "große" Ereignisse, Begegnungen und Entwicklungen hier miteinander reflektiert.

Sicherlich lief der Wagen Projekt NetWork.21 in dieser Startphase noch nicht ganz rund und die kritischen Rückmeldungen und konstruktiven Empfehlungen aus dem Kreis der ersten 21 Tandems wirken sich schon jetzt auf manche Neujustierung im weiteren Projektverlauf aus. Das Hauptreferat von Prof. Dr. Manuela Westphal von der Universität Osnabrück ("Berufliche Kompetenzen und Erfolgsgeschichten von Migrantinnen und Migranten") untermauerte noch einmal die Bedeutung des Projekts im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen im Gender- und Migrations- bzw. Integrationsbereich.

Am Abend des ersten Tages ließen die persönlichen Geschichten, die durch das Kasseler Playbacktheater auf die Bühne gebracht wurden, die Juwelen des Projekts so richtig funkeln. Die TeilnehmerInnen erzählten - und die Theatergruppe setzte die Erinnerungen spontan in kleine, erhellende Szenen um. So wurden alle Beteiligten noch einmal berührt von der Intensität der Begegnungen, die im Rahmen des Mentorings, der Seminare und Tagungen in diesem ersten Jahr stattgefunden haben.

So überrascht es nicht, dass viele Tandems am Ende mitteilten, dass sie sich weiterhin treffen werden und sich im Projekt NtWork.21 aktiv beteiligen und engagieren möchten. So haben sich einige MentorInnen für den zweiten Zyklus wieder zur Verfügung gestellt, die Mentees wollen weiterhin die Seminare und Tagungen besuchen und einige sich z.B. durch die Mitgliedschaft im Arbeitskreis des Projekts (s. Bericht "Der Arbeitskreis wächst stetig") für den weiteren Fortgang im Projekt einsetzen.

(Autorin: Barbara Baumann; Foto: Filiz Elüstü)

 

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Advent mit NetWork.21

Projekt geht in seine zweite Phase

Während andere die Weihnachtsmärkte und Einkaufsstraßen stürmten, verbrachten "die Neuen" bei NetWork.21 zwei Adventswochenenden in Bensberg: Die ausgewählten Mentees und ihre Mentorinnen und Mentoren wurden jeweils an zwei Tagen in das Projekt eingeführt.

Kennenlernen stand im Vordergrund: untereinander, in Bezug auf das Projekt und die neue "Rolle". Das war neu in der zweiten Mentoring-Phase von NetWork.21: Die Mentees hatten am 1./2., die Mentorinnen und Mentoren am 7./8. Dezember die Gelegenheit, sich zunächst einmal unter sich zu finden, bevor am 26./27. Januar 2008 auf der Eröffnungstagung offiziell die neuen Tandems des Projekts gebildet werden.

Beiden Gruppen stiegen schon tief und konkret in Fragen des Mentorings ein: Wie privat darf es sein (Treffen in den eigenen Wohnungen)? Könnten sich "benachbarte" Tandems nicht auch einmal als Gruppe treffen? Können sich Mentorinnen untereinander über ihre Mentees beraten? Erwarte ich eher fachlichen oder persönlichen Rat von meiner Mentorin? In beiden Gruppen dachte man aber nicht nur an die künftigen Tandems. Viel (Vor-)Freude gab es auch am Austausch in den interdisziplinär so bunt gemischten Gruppen. Die Einführungswochenenden sollten das Mentoring von Anfang an als Networking prägen.

Die Mentorinnen und Mentoren hatten erst kurz vor dem Einführungsseminar erfahren, dass sie dabei sind, denn die Mentees suchten sich ihre Begleitung aus zwei anonymisierten Vorschlägen aus. Aber schon innerhalb der zehn Tage nach Abschluss dieser Auswahl hatten etwa die Hälfte der Tandems Kontakt zueinander aufgenommen. Neugier und Motivation sind offenbar groß.

(Autor: Gregor Taxacher; Fotos: Filiz Elüstü)

 

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Schon fast freundschaftlich

Gedanken im Zug

Nach dem Einführungsseminar für MentorInnen schickte uns Carsten Alex diesen persönlichen Bericht:

Vor wenigen Stunden holte mich mein Wecker mal wieder recht unsanft aus dem Schlaf … und wenn ich eines nicht mag, dann das Klingeln meines Weckers im Dunkel der Nacht. Aber irgendwie war es heute morgen anders als sonst! Schon beim Einschlafen dachte ich ans Aufstehen und war von einer besonderen Neugier und Freude erregt. Warum nur? - Nein, dem Nikolaus war meine Aufregung nicht geschuldet, schon eher dem Einführungsseminar für die Mentorinnen und Mentoren der 2. Mentoringphase! Heute nämlich sollte ich endlich mehr über das Projekt NetWork.21 und meine künftige Mentorenrolle erfahren.

Der ICE und ich haben gerade Hamm/Westfalen hinter uns gelassen und ich spüre eine zunehmende Spannung in mir. Was sind das wohl für Menschen, die ich dort, in der Thomas-Morus-Akademie, treffen werde? Welche Motive werden sie wohl haben, um sich für dieses Projekt zu engagieren? Werden sich meine Erwartungen mit den Erwartungen der anderen decken? Bevor ich jedoch Antworten auf meine Fragen erhalten konnte, sollten erst einmal noch andere Dinge an Priorität gewinnen: Die Entdeckung der Langsamkeit der Deutschen Bundesbahn! … letzten Endes war ich nämlich drei Minuten vor Seminarbeginn vor Ort. Schweißgebadet!

28 Stunden später sitze ich bereits wieder im Zug nach Berlin … mit einem ziemlich guten Gefühl und sämtlichen Antworten auf meine Fragen! Es waren sehr informative, recht lebendige und ausgesprochen ausgelassene Stunden, die hinter mir liegen. Ich habe neben den drei Projekt¬verantwortlichen bereits 13 von den 20 Mentorinnen und Mentoren persönlich kennenlernen dürfen. Ein bunter Haufen unterschiedlichster Charaktere und Persönlichkeiten. Ein Spiegelbild der Menschen in unserer Gesellschaft, die sich ehrenamtlich engagieren (wollen). Auch wenn wir nach Alter, Beruf und Herkunft recht verschieden sind, so schien mir doch die Lebenseinstellung und innere Haltung überraschend homogen. Schon fast freundschaftlich. Und das bereits nach wenigen Stunden! Ich erlebte eine außerordentlich hohe Stimmigkeit in der Gruppe, die mich sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt. Für das Projekt, die Mentees – und auch uns MentorInnen!

Auch die Sach-Informationen, die ich in Bensberg aufgenommen habe, geben mir ein gutes Gefühl. Alle offenen Sachverhalte wurden besprochen und selbst kleinste Details wie beispielsweise "Wo treffe ich mich am besten mit meinem Mentee?" wurden geklärt. Ich fühle mich sehr gut vorbereitet auf meine Aufgabe als Mentor … und falls wirklich mal noch die eine oder andere Frage auftauchen sollte, dann trifft sich sicher unsere neu gegründete "Ortsgruppe" Berlin oder aber das Netzwerk-Forum!

(Autor: Carsten Alex)

 

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Ratgeber mit dem Blick von außen

Der Beirat hat sich konstituiert

Im Vorfeld der Bilanztagung des ersten Mentoringzyklus fand am 27. Oktober 2007 das erste Treffen des Projektbeirats statt. Der Austausch und das gegenseitige Kennenlernen standen im Mittelpunkt.

Die Beiratsmitglieder, die aus unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaft, Kultur und Politik kommen, kannten sich zum größten Teil zuvor nicht. Dennoch waren schnell gemeinsame Themen identifiziert. Nach den Berichten des Projektsteams und der wissenschaftlichen Begleitung diskutierte die Runde über konkrete Themen wie die Migranten-Medien in Deutschland, über Diversity und überholte Konzepte der Integrationspolitik, über Jungen- und Männerarbeit.

Das Projektteam freut sich, dass nun die Arbeit am und im Projekt von einer weiteren fachkundiger Seite konstruktiv und kritisch begleitet wird. Und die Tatsache, dass bereits jetzt einige Bewerbungen z.B. von Mentees durch Beiratsmitglieder angestoßen und bei Begegnungen in anderen Zusammenhängen die Themen des Projekts weiterdiskutiert wurden, zeigt, dass man gespannt auf weitere Entwicklungen und Möglichkeiten sein kann.

(Autorin: Barbara Baumann)

 

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Werkstatt "Zivilgesellschaft"

Erstmals offene Denkfabrik im Projekt

"Zivilgesellschaft im Spannungsfeld von Individualisierung und Vergesellschaftung" hieß der hochtrabende Titel. Motiviert wurde er durch eine einfache Frage: Was denken meist ehrenamtlich engagierte Frauen und Männer im Projekt über den Kitt, der die Gesellschaft zusammen hält?

Angestoßen wurde dieses erste Werkstattgespräch im Projekt durch das überwältigende Echo auf unsere Aufrufe, sich als Mentorin oder Mentor zur Verfügung zu stellen. Bislang haben insgesamt etwa 200 Frauen und Männer darauf reagiert. Was bewegt sie, ihre Freizeit einem solchen Engagement zu widmen? Welche soziale Kraft steckt in dieser Freiwilligkeit? Der Einladung, an einem Adventswochenende (8.-9. Dezember) gemeinsam an diesem Thema zu arbeiten, folgten 23 TeilnehmerInnen aus dem Kreis der BewerberInnen zum Mentoring - und das, obwohl es nichts zu "konsumieren" gab, kein festgelegtes Programm, sondern eine Plattform des konkreten Nachdenkens.

"Überrascht hat mich die fast schon präzise 'Auswahl' diskutierter Punkte im Verlauf der offenen Gesprächsgruppen", schrieb uns nachher Christoph Goldbeck aus Münster, der an einer Dissertation über neue Aspekte der Zivilgesellschaft arbeitet. "Ein derart unstrukturierter Gesprächskreis hat 'ganz von selber' zentrale Probleme der aktuellen Zivilgesellschafts-Debatte eingegrenzt, darunter die Ehrenamt-Erwerbsarbeits-Problematik, Fragen der Anerkennungskultur sowie der Aktivierbarkeit inaktiver Bevölkerungsschichten."

"Fachlich erlaubte mir das Werkstattgespräch eine Problematisierung bzw. Differenzierung des Topos Zivilgesellschaft & Ehrenamt, auf die ich sonst kaum selbst gestoßen wäre", schrieb uns Katharina Chrostek. Aber es ging nicht nur sozialwissenschaftlich zu. Am zweiten Tag arbeiteten Kleingruppen an konkreten Problemen, die TeilnehmerInnen beispielhaft vorstellten: Wie lassen sich junge Menschen für Politik interessieren? Wie funktioniert Motivation und Anerkennung ohne Geld? Wann ist Ehrenamt freiwillig, ab wann wird es zu einer Art Ausbeutung der "Generation Praktikum"? Als der Vorhang fiel, blieben viele Fragen offen - und diese heilsame Unruhe war gewollt.

(Autor: Gregor Taxacher; Foto: Filiz Elüstü)

 

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Internationale Teams im globalen Dorf

NetWork.21-Seminar zur UNO in Bonn

Vom 15. bis 17. November lud das Projekt zu einem offenen Seminar für Studierende ein, um einen Blick durch das Schlüsselloch der Vereinten Nationen in Bonn zu werfen. Das Seminar fand eine große Resonanz. Wir veröffentlichen einige Auszüge aus dem "Tagungs-Tagebuch" von Saliha Kubilay, Mitglied im Arbeitskreis.

Donnerstag, 15. November. Ab 16.30 h kamen schon die ersten Teilnehmer im Haus Venusberg an - trotz Bahnstreik. Wir hatten ungefähr 25 Teilnehmer. Sie kamen von Wedemark bis Reutlingen aus allen Regionen Deutschlands, viele von ihnen aber eigentlich aus dem Ausland, von Rumänien bis China.

Freitag, 16. November. Um ca. 9 Uhr waren wir vor dem UN-Gebäude in Bonn und schon recht angetan von der Außenansicht. Im Gebäude wurden wir von Karen Förnzler, der ehemaligen Presserefentin empfangen und in den 21. Stock (!) geführt. Gewaltige Aussicht über den Rhein! Auf dem UN-Campus sind 16 Organisationen mit über 650 internationalen Mitarbeitern vertreten. Der 2. Vortrag wurde von Marybell Stryk gehalten. Sie ist Referentin beim UNV – United Nation Volunteers Programm - und hat über das Freiwilligenprogramm der UN berichtet. Ein Volontariat in der UN ist ab 25 bis 37 Jahren möglich, mit mind. 5-10 jähriger Arbeitserfahrung. Die Volontäre kommen derzeit aus 163 Nationen und über 100 Berufsgruppen. Der Frauenanteil beträgt 40%, der Männeranteil 60%.

Nachmittags wieder auf dem Venusberg. Um ca. 16 Uhr kam Sabine Birken, Rechtsanwältin und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in NRW und berichtete uns über die Arbeit der DGVN NRW und ihre Projekte. Sie ermutigte die Teilnehmer, sich für die UN stark zu machen und mit neuen Projekt- und Konzeptvorschlägen zu kommen. Auch die bisherigen Projekte und Themenschwerpunkte der DGVN wurden angesprochen. Demnach unterstützt die DGVN an Schulen und Universitäten Programme, wie die "Model-United-Nation", JUNON, ein Weltaktionsprogramm für die Jugend.

Samstag, 17. November. An unserem letzten Tag hatten wir einen sehr kontroversen und lebhaften Vortrag von dem ersten männlichen Referenten dieses Seminars: Christoph Zöpel. Sein Referat glich streckenweise einem Politkabarett. Ich bin so begeistert, dass ich nicht objektiv darüber berichten kann. Zöpel ist Publizist und ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt. Die UN hat nur eine Chance, wenn sie reformiert wird, erklärte er. Aber sie ist absolut notwendig in unserer globalisierten Welt ist. Sein Fazit: Die UN kann funktionieren, wenn in ihr zwei Grundsätze auch praktisch politisch akzeptiert werden: 1. Jeder Mensch hat die gleichen Menschenrechte. 2. Jeder Mensch hat die gleichen Pflichten.

(Autorin: Saliha Kubilay)

 

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Eine Kerngruppe des Projekts

Der Arbeitskreis wächst stetig

Der Arbeitskreis des Projekts traf sich am 30. November und 01. Dezember in Bensberg zum 3. Mal. Im Mittelpunkt des 3. Arbeitskreistreffens stand die Reaktionen der Arbeitskreismitglieder auf die Änderungen in der 2. Projektphase und die Stellungsnahme der Arbeitskreismitglieder auf die Änderungen des Seminarangebotes 2007/2008 für die 2. Projektphase. Kritikpunkte wurden gemeinsam konstruktiv bearbeitet, ausgetauscht sowie diskutiert.

Die Mehrheit des Arbeitskreises stand der neuen Ausrichtung des Projekts Network.21 im Sommer zunächst kritisch gegenüber und konnte die Rolle eines Arbeitskreises darin nicht erkennen: Zu wenige offene Seminare, eine zu starke Ausrichtung auf reine "Karrierethemen", fanden manche. Der Arbeitskreis beschloss, über seine zukünftige Tätigkeit und seine Beteiligung am Projekt eine schriftliche Stellungnahme an das Projektteam der Akademie zu richten. Darüber wurde nun erneut diskutiert: Gemeinsam loteten wir die Möglichkeiten aus, die Seminare weiterhin partizipativ und mit gesellschaftlich spannenden Fragen aufzuladen.

Wir von der Projektleitung haben diese Kritik als positiv und konstruktiv angesehen. Es wird deutlich, dass die Arbeitskreismitglieder motiviert sind und auch ihren Idealismus zur Sprache bringen. Genau das sichert den Seminaren immer wieder ihre besondere Athmosphäre und ihren Erfolg, wie wir schon aus den Vorgängerprojekten "Merhaba" und "beraberce // gemeinsam" wissen.

Das Interesse am Arbeitskreis NetWork.21 mitzuarbeiten wächst seit Anfang des Projektes stetig an. Nach der ersten Phase des Projektes konnten wir fünf Mentees und 3 SeminarteilnehmerInnen für den Arbeitskreis gewinnen. Inzwischen haben schon einige neue Mentees der 2. Phasen ein positives Signal für die Mitarbeit im Arbeitskreis gegeben.

Einige Arbeitskreismitglieder können Sie auf der Titelseite des neuen Projektflyer NetWork.21 sehen und kennenlernen. Alle 17 Arbeitskreismitglieder finden Sie auf unserer Homepage http://www.projekt-network21.com/?sub=3.

(Autorin: Filiz Elüstü)

 

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Kritischer Blick hinter die Kulissen

NetWork.21-Teilnehmerinnen auf der Jugendmesse YOU Berlin 2007

Eben noch in Sibirien, jetzt schon als Reporter auf der Jugendmesse YOU Berlin: Alina Istomina aus Jekaterinburg ist als Au-Pair nach Deutschland gekommen. Die angehende Studentin nahm teil am Seminar "Mehr als Russendisco" des NetWork.21 – und wenige Wochen später gemeinsam mit ihrer Freundin Eleonora Pushkarewa als Reporterin am Presseworkshop "YoungPress“ auf der Jugendmesse YOU Berlin 2007. Der bietet ein konzentriertes Recherche- und Schreib-Training für angehende Journalisten. Alina und Eleonora, die erst seit anderthalb Jahren bzw. zehn Monaten Deutsch sprechen, trauten sich die Teilnahme zu – und wurden belohnt. Nicht nur, dass ihr die begleitenden Journalisten eine "gute Schreibe" bescheinigten – zur YOU Berlin hatte sich auch eine Delegation aus Moskau nach Berlin eingefunden, Studenten und Medienmacher, die untersuchen wollten, ob sich Elemente der YOU auch in Moskau realisieren lassen. Ideale Interviewpartner für Alina und Eleonora, die in Deutschland Medienwissenschaften studieren möchten.

"YoungPress", der Presseworkshop der Thomas-Morus-Akademie, bot vom 16. bis 28. Oktober jungen Journalisten mit erster Redaktionserfahrung die Möglichkeit, eigenständig im journalistisch schwierigen Umfeld der YOU Berlin zu arbeiten: Recherche im Lärm der Messehallen, konzentriertes Schreiben in der Stille des Redaktionsraums. Die Teilnehmer des Presseworkshops "YoungPress" sitzen über die Tastaturen gebeugt, tippen ihre Berichte über Europas größte Jugendmesse in den Computer. Drei Tage lang tobt das Mega-Event durch die Berliner Messehallen, präsentiert Trends aus Musik und Sport, Stars von Morgen, neue Produkte, Internetangebote und Lifestyle-Accessoires. Rund 170.000 junge Menschen kommen jährlich nach Berlin, um auf dem Messegelände ihre Stars zu sehen, sich über Neuheiten zu informieren, Trendsportarten und Produkte auszuprobieren. Die YOU Berlin spiegelt wider, was die Konsummärkte der jüngsten Käufer von heute und morgen erwarten.

Die Texte der Jungredakteure wurden von professionellen Journalisten gegengelesen und korrigiert, so dass die Teilnehmer von Tag zu Tag mehr Schreiberfahrung sammeln konnten. Die Berichte von "YoungPress" bildeten den täglichen Presse-Service der Messe, der an mehrere tausend Redaktionen in ganz Deutschland versendet wird. Außerdem ist er im Internet veröffentlicht: http://you.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=25&Itemid=40.

(Autor: Thorsten Malessa)

 

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Information oder Kommunikation im Netz?

Die Internetforen von Network.21

Nach neun Monaten online liest sich die Statistik der Internetforen im Projekt Network.21 so: 87 registrierte User können sich in 8 thematischen Foren austauschen. Bisher sind dabei 51 Themen entstanden, die zu 79 Beiträge, 28 Antworten sowie 2.497 Aufrufen geführt haben. Der große Unterschied zwischen Antworten und Aufrufen zeigt wohl, dass die Internetforen hier wohl eher nicht das viel gepriesene moderne Kommunikationsmittel sind. Bei knapp 90 Mal so vielen Aufrufen wie Antworten werden die Internetforen von Network.21 vornehmlich als eine Informationsquelle genutzt.

Ein persönliches Gespräch kann und soll ein Internetforum nicht ersetzen. Dafür sind die gemeinsamen face-to-face Diskussionen, Gespräche und Begegnungen auf den Seminaren, Trainings, Workshops und Werkstattgesprächen viel zu wertvoll. Natürlich wäre ein wenig mehr Leben und gegenseitiger Austausch in den Foren schön. Habe ich noch Fragen zum letzten Seminar? Möchte ich noch Gedanken über Diskussionen auf einem Workshop loswerden? Habe ich interessante Neuigkeiten oder Hinweise für meine Network-"Kolleginnen"? Dann bieten die Internetforen bis zum nächsten realen Wiedersehen ein wenig Raum für gemeinsame, moderne Kommunikation. Es deutet sich jetzt schon durch die Neuanmeldungen an, dass dieser Austausch in der zweiten Projektphase deutlich zunehmen wird.

(Autorin: Verena Isenberg)

 

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Bekanntheitsgrad gestiegen

NetWork.21 in den Medien

Im Vorfeld der Bilanztagung des ersten Mentoringzyklus fand am 27. Oktober 2007 das erste Treffen des Projektbeirats statt. Der Austausch und das gegenseitige Kennenlernen standen im Mittelpunkt.

Im ersten Projektjahr hat die öffentliche Bekanntheit von NetWork.21 deutlich zugenommen. Dazu beigetragen hat auch das Interesse der Medien an unserer Arbeit. Genau beziffern lässt sich die Presseresonanz leider nicht, denn von manchen Veröffentlichungen erfahren wir nichts. Das zeigt sich dann etwa bei Bewerbungen, sie sich auf eine Erwähnung des Projekts beziehen, die uns gar nicht bekannt war. Informations-Anfragen von überregionalen Medien (z.B. "Mona Lisa"/ZDF) zeigen, dass JournalistInnen bei thematischen Recherchen auf uns stoßen.

Als erstes Fazit der öffentlichen Resonanz lässt sich festhalten:

  • Die regionale Presse am Ort des Projektträgers Thomas-Morus-Akademie begleitet das Projekt in seinen Phasen inzwischen regelmäßig (etwa Print- und Online-Ausgaben des Kölner Stadt-Anzeigers und der Bergischen Landeszeitung).
  • Ein hohes spezielles Interesse haben einzelne Medien aus Migranten-Communitys: So gab es wiederholt Berichte in der türkisch- und russisch-sprachigen Presse in Deutschland (Hürriyet, Milliyet), aber auch schon im türkischen Fernsehen ("Show-Turk" / "Kanal 7").
  • Hinzu kommen einzelne Berichte in Medien, die insbesondere einen transkulturellen Auftrag haben (z.B. Deutsche Welle, Funkhaus Europa des WDR, Radio Multikulti vom rbb).
  • Die weitaus größte Zahl der Berichte Dritter über NetWork.21 erscheint jedoch im Internet. Bislang zählten wir bei Stichwort-Recherchen insgesamt 59 unterschiedlicher Sites, auf denen das Projekt genannt, beschrieben oder verlinkt wird.
  • Schließlich verbreitet sich die Nachricht von NetWork.21 auch durch den Projektförderer, das BMFSFJ, auf der politischen Ebene, durch Veröffentlichungen des Ministeriums bis hin zur mehrfachen Nennung im „Nationalen Integrationsplan“.

Die Angaben der Bewerberinnen und Bewerber zur zweiten Projektphase machen deutlich, dass die Zahl der Interessierten steigt, die von unserem Projekt nicht durch uns, sondern durch solche Berichte erfahren. Regionale Presse und Online-Hinweise werden dabei am häufigsten genannt.

(Autor: Gregor Taxacher)

 

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Termine

26. bis 27. Januar 2008 (Sa.-So.)
Auf die Plätze, fertig los...
Auftaktveranstaltung zur 2. Mentoring-Phase
Ort: Thomas-Morus-Akademie, Bensberg/ Kardinal-Schulte-Haus

16. bis 17. Februar 2008 (Sa.-So.)
„Was ich Euch zu sagen hätte...“
2. MentorInnentreffen
Ort: Thomas-Morus-Akademie, Bensberg/ Kardinal-Schulte-Haus

15. bis 16. März 2008 (Sa.-So.)
"Simplify you life" – Schlüssel gegen Zeitnot und Burn out?
Zeit- und Selbstmanagement für Mentees und BerufseinsteigerInnen
Ort: Thomas-Morus-Akademie, Bensberg/ Kardinal-Schulte-Haus

15. bis 16. März 2008 (Sa.-So.)
„Simplify you life“ – Schlüssel gegen Zeitnot und Burn out?!?
Zeit- und Selbstmanagement für Mentees und BerufseinsteigerInnen
Ort: Thomas-Morus-Akademie, Bensberg/ Kardinal-Schulte-Haus

29. bis 30. März 200 (Sa.-So.)
Diversity, Corparate Culture und interkulturelle Kompetenz
Welche Qualifikationen braucht die Wirtschaft heute? –

Gespräche- und Diskussionsrunden mit Unternehmensvertretern von Global Playern
Offenes Seminar für Studierende und BerufseinsteigerInnen
Ort: Thomas-Morus-Akademie, Bensberg/ Kardinal-Schulte-Haus

26.bis 27. April 2008 (Sa.-So.)
„Selbst ist der Mann“
Karriereplanungen für Männer
Ort: Thomas-Morus-Akademie, Bensberg/ Kardinal-Schulte-Haus

24. bis 25. Mai 2008 (Sa.-So.)
Work-Life-Balance
Gemeinsames Seminar für Mentees und MentorInnen des Network.21
Ort: Thomas-Morus-Akademie, Bensberg/ Kardinal-Schulte-Haus

14. bis 15. Juni 2008 (Sa.-So.)
Arbeiten im interkulturellen Team mit Stil und Etikette
Training für Mentees und BerufseinsteigerInnen
Ort: Thomas-Morus-Akademie, Bensberg/ Kardinal-Schulte-Haus

 

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Förderung

NetWork.21 wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.

 

Übrigens

Kennen Sie Kollegen oder Freunde, die auch Interesse am Programm von NetWork.21 haben? Dann leiten Sie diese Informationen gerne weiter

 

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Impressum

Herausgeber: Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Redaktion: Dr. Wolfgang Isenberg, Akademiedirektor (VisdP), Dr. Gregor Taxacher
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach
Telefon 0 22 04 - 40 84 72
Fax 0 22 04 - 40 84 20
www.tma-bensberg.de
akademie@tma-bensberg.de

 

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